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Artikel 1 zu 5 ansehen (13 Artikel gesamt)  
  • gefährlich, gefährlich….

  • 1. Akt

    Links Schnee, Rechts Schnee in der Mitte Alexej und die Wölfe machen Huuhh

    2. Akt

    Links Schnee, Rechts Schnee in der Mitte Alexej und die Wölfe machen Huuuuhhhh

    3. Akt

    Links Schnee, Rechts Schnee – aber wo ist Alexej und die Wölfe machen yam yam yam yam yam

    Darüber haben wir als Kinder sehr gelacht, in der DDR, damals, aber wir hatten ja och nüscht…

  • bin ich gestern abend drüber gestolpert…

    Karlis Abele Der Gottesdienst der Wölfe [ Lettisches Volksmärchen]

    Ich watete durch tiefen Schnee, ich zog durch weite Sümpfe
    und dichten Tannenwald dahin. Und mitten da im Wald
    war rings um eine Kiefer eine Lichtung, glatt und fest.
    Wer hatte wohl den Schnee so glattgetreten hier im Wald?
    Kaum glaubt ich´s, als ich überall der Wölfe Spuren fand.
    Mein Hund begann zu heulen wie in Todesängsten.
    Treu im Schoße der Natur verborgen
    ruht vertraute Weisheit, alter Zeiten Zauber.
    Wenn zur Wintersonnwendzeit der Vollmond, Licht vergießend,
    Sumpf und Wälder überstrahlt, dann ziehn die Wölfe
    auf geheimem Pfad zum Gottesdienst zusammen.
    Weiter weiß ich nichts; du fragst mich nur vergebens.
    Seine Neugier wird bereuen, wer erkundet,
    was die Wölfe dort im Walde dann beginnen.
    Große Macht ist der Natur gegeben.
    Wenn der Wintervollmond all sein Gold verschüttet,
    bleib zu Haus und zähme deines Herzens Neugier.
    Uuh!
    Schallt ein Horn aus Tannenrinde
    Durch das Dickicht stiller Wälder?
    Feine Schneekristalle wirbelnd,
    irrt der Schall und ruft die Wölfe.
    Uuh!
    Zwischen Bülten tiefer Moore
    dringt der Schall des fernen Rufes;
    durch der Lüfte feuchte Schwaden
    fliegt der Ruf mit banger Botschaft.
    Uuh!
    Über blaues Eis, durch Wälder
    schallt es weit in dunkle Fernen,
    trifft auf Bäume, dumpf erdröhnend,
    heult in engen Waldesschneisen.
    Uuh!
    In des Mondes fahlem Schimmer
    hören Wölfe diese Botschaft,
    spitzen lauschend ihre Ohren,
    Augen funkeln, Zungen hängen.
    Uuh!
    Ihres Blutes alte Neigung
    wird jetzt wach, die lange ruhte;
    langverborgne dunkle Triebe
    treiben Wölfe an zu laufen.
    Uuh!
    In des Winters Eiseskälte,
    in der Nacht der Sonnenwende
    treffen sich der Wölfe Scharen
    an dem Platz des fernen Waldes.
    Uuh!

    Bläulich treffen die Schatten den Schnee im hellichten Mondschein.
    Regt sich das Ried nicht leise dort drüben auf jenem Gefilde?
    Weht dort der Schnee? Bewegt sich das lose Gras aus dem Vorjahr,
    leicht zu Büscheln geballt, die über das Schneeland treiben?
    Oder spielen dort Schatten im finstern Gezweig der Tannen? –
    Wölfe versammeln sich dort auf der Lichtung in endlosen Scharen.
    Große und kleine und alte mit rötlich leuchtenden Augen
    laufen umher, zerfurchen den Schnee und zerstampfen die Wehen.
    Suchen Verwandte einander und finden Brüder sich wieder?
    Weiter als Augen reichen, erstreckt sich der Wölfe Gewimmel.
    Plötzlich halten sie ein und richten die Blicke zur Kiefer,
    der von dem losen Geäst das Moos wie Haare herabhängt –
    warten mit leisem Gewinsel und hoch erhobenen Schnauzen.
    Siehe, da löst sich ein alter Mann aus dem dunklen Gezweig;
    weiß wie das Moos ist der Bart, das Gewand ist braun wie die Rinde.
    Schwer nur läßt sich erkennen, ob wirklich einer dort wandelt
    oder das Gleißen des bläulichen Mondlichts die Augen nur blendet.
    Noch fällt der Schnee in leichten Kristallen von Zweigen.
    Mildtätig schreitet der Alte dahin durch die Reihen der Wölfe,
    heilt ihre klaffenden Wunden, befreit sie von spitzen Stacheln.
    Alle Mäuler werden gesättigt mit nahrhaftem Brot.
    Groß ist die Zahl der Wölfe, und eilends verinnen die Stunden.
    Schon geht zu Ende die Runde, da sind vor dem letzten der Wölfe,
    jenem am Ende des Feldes, die Gaben alle vergeben. –
    Nun geht der Alte zur Kiefer; es folgt ihm das Waldtier, das graue,
    blickt vertrauend zum Alten empor, und die krallige Pfote
    hebt es, bittet um Brot und berührt die spendenden Hände.
    Rings im Kreise geordnet, umschließen die Wölfe die beiden.
    Und mit erhobenener Stimme spricht da der Alte die Worte:
    „Nichts mehr hab ich, mein graues Kind, dir jetzt noch zu geben,
    aber du sollst nicht länger des Hungers Qualen erleiden.
    Bis wir im nächsten Winter erst wieder uns hierorts versammeln,
    gebe zum Fraß ich dir den Mann dort hoch in dem Baume.“
    -Aller Blicke wenden darauf gierig sich zur Kiefer,
    Augen blitzen hinauf, ein Heulen entflieht den Mäulern:
    Uuh!
    Hoch in dem Baum verläßt den Mann dort die Kraft seiner Glieder.
    Rot ist die Glut der Augen, die jetzt den Baumstamm umringt.
    Wild sticht die Angst das klopfende Herz des Jungen Mannes,
    raubt ihm die Sinne und schnürt ihm enger die Kehle.
    Schneller noch treibt die Angst den Blutstrom in seinen Adern.
    Höher noch auf die Kiefer steigt er;… glatt ist die Rinde,
    eisüberzogen…; keinen Ast mehr finden die Füße,
    und jetzt suchen vergebens die Hände noch festen Halt,
    heißer Atem quillt aus der Wölfe Rachen empor,
    da nun stürzt er mit einem Schrei und greift nach den Ästen,
    fällt herab inmitten der Wölfe graues Rudel.
    Wenn der Wintervollmond all sein Gold verschüttet,
    bleib zu Haus und zähme deines Herzens Neugier.

  • Liebe Almut!
    Dir zum Trost oder vielleicht – bzw. Du lässt es hoffentlich nicht.
    Der amerikanische Schauspieler Willem Dafoe (”Zurück im Sommer”) ist der Meinung, dass ”Schauspielerei letztlich immer auch durch Angst motiviert ist; Angst, ob ich den Schlüssel zu meiner nächsten Rolle in mir finde. Andere Menschen tauchen ab, indem sie Musik hören, Drogen nehmen, sich im Sex verlieren. Mein Ideal ist es, mich in einer Rolle so weit aufzulösen, dass ich mich selbst nicht mehr spüre und auch die Welt um mich herum aufhört zu existieren. Nie bin ich lebendiger und stärker eins mit mir als in den Momenten, wenn mir das gelingt.”
    Alle Figuren, die er darstelle, sagt Dafoe, existierten in gewisser Weise schon in ihm, in seinen Absichten und in seinen Gefühlen: ”Dabei ist es erstaunlich, wie weit man als Schauspieler durch Vorspiegelung an sein Innerstes herankommt. Dennoch glaube ich, dass das Gefühl an sich beim Schauspiel überschätzt wird. Meist geht es vielmehr um die treffende Geste. Manchmal empfindet man sein eigenes Spiel in einer bestimmten Szene als grandios, beim Zuschauer aber kommt nur heiße Luft an, und umgekehrt. Ein unauflösbares Dilemma.”
    Er hänge mehr an Ritualen als an Dingen, sagt der Schauspieler. ”Ich liebe es, Hotelzimmer in Herbergen zu verwandeln, indem ich sie mit meinen Gewohnheiten auffülle. Für mich entsteht das größte Wohlgefühl beim Drehen, wenn ich meine Klamotten selbst waschen und im Keller des Produktionshotels zum Trocknen aufhängen kann. Diese Marotte habe ich mit Jackie Chan gemein.”

  • Lieber Tobias,
    deine Collagen machen ja wirklich Spass.
    Ich rede ja auch lieber wireless, manchmal brechen sich aber entfernt von den andern plötzlich soviele Gedanken Bahn, Unsortiertes, sicher auch manch viel zu Undurchdachtes. Ist momentan erst mal nur so n Flitz – den Äther, das Netz mit unserer Arbeit anfüllen.
    Ich gehe auf diese Seite und fühl mich irgendwie zu Hause – ist das schön bekloppt oder geil?