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VERPASST: STARS’N'SPIKES

Tomas Petzold schreibt in der DNN von ” … einem Unternehmen, das in der ersten Festivalhälfte des XIII. Internationale Schaubudensommers in Dresden eigentlich noch weit größere Aufmerksamkeit verdient hätte. Gemeint sind die Dramaten, die sich in der benachbarten Turnhalle der Dreikönigsschule eingerichtet hatten….Vielleicht lag es auch an den martialischen “Sport frei”-Rufen der vor jeder Vorstellung ausschwärmenden Werber, die allzu eindeutig auf den gelegentlich bis ins faschistoide überzogenen Leistungsdruck innerhalb von Sportgruppen anspielten, obgleich doch die Performance nicht nur die kleinen und großen Macken der Körperertüchtigung, sondern das pralle Leben bis hin zum Zirkus Revue passieren ließ. Das war vehementes Bewegungstheater zwischen Tanz, Akrobatik und Pantomime, und für die makabren Anspielungen sorgten nicht allein die an Teile von Schlachttieren erinnernden und gelegentlich gefährlich umherfliegenden Objekte von Jim Whiting. Sieben schon von ihren körperlichen Voraussetzungen ganz unterschiedliche Darsteller boten nicht nur gestählte Körper und einen Jahrmarkt der Eitelkeiten, sondern verkörperten einen frappierenden Reigen witzig und genau gezeichneter Typen, vom gegelten Schönling bis zum tappenden Blinden, von der fragilen Tänzerin bis zum rabiaten Box-Girl – auch die fantasievoll und oft sehr skurril eingesetzten Requisiten ergaben am Ende so etwas wie eine Mischung aus Peter Handkes berühmter “Stunde …” und Derevo auf Deutsch.”

Eine Turnhalle. Die Wände schwitzen Geschichten von Sieg und Versagen, Freundschaft und Scham, Liebe und unendlicher Einsamkeit. Ein Sportfest ohne Sportler …

Regie: Volker Metzler / Dramaturgie: Franziska Fuhlrott

Performance: Mirjam Schollmeyer, Juliane Kluge, Karin Herrmann, Nicole Aurich, Heiki Ikkola, Sabine Köhler, Wolfgang Boos, Kathleen Gaube (v.l.)



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